Qualität ist unser höchstes Gut

Qualität ist unser höchstes Gut

Die Qualität seines Weißbiers geht ERDINGER-Inhaber Werner Brombach über alles.
Erstklassig muss es sein, da bleibt er kompromisslos.

Wasser

Wasser

Bier besteht zu 90 Prozent aus Wasser! Unser Brauwasser entspringt in zwei brauereieigenen Brunnen von 160 Metern Tiefe.

Malz

Malz

Malz gibt dem Bier seinen Körper und die Farbe. Unsere erfahrenen Braumeister wählen ganz spezielle Weizen- und Gerstensorten aus, die sich besonders gut zum Brauen von Weißbier eignen.

Hopfen

Hopfen

Die Seele des Bieres. Hier setzen die ERDINGER Braumeister auf erlesene Hopfensorten, die Weißbier eine mild-aromatische Bittere verleihen.

Hefe

Hefe

Obergärige Hefe sorgt für das typisch fruchtige Aroma von Weißbier. Die ERDINGER-Brauhefe wird eigens in der Brauerei kultiviert. Es gibt sie nur hier – diese Hefestämme sind weltweit einzigartig.

Flaschengärung

Für spritzigen Genuss

Den letzten Schliff bekommt ERDINGER Weißbier durch die Flaschengärung. Dafür braucht es etwas, das heutzutage fast niemand mehr hat: Zeit! Und genau die lassen wir unserem Weißbier gerne, denn den Unterschied schmeckt man.

In Bayern hat die Flaschengärung eine lange Tradition – weil sie sehr aufwendig ist, wird sie heute allerdings nur noch von wenigen Brauereien gepflegt. Wir von ERDINGER sind stolz darauf, diese Brautradition lebendig zu halten!

Reifung in der Flasche
  • Für diesen zweiten Gärprozess wird dem Jungbier vor dem Abfüllen etwas Würze und frische, untergärige Hefe zugesetzt.
  • Im Hochregallager lagern die Flaschen dann unter optimalen Bedingungen.
  • Dort kann das Weißbier wie Champagner direkt in der Flasche reifen. Das heißt: Die Hefe vergärt den Malzzucker aus der Würze.
  • Dabei entfaltet sich der unverwechselbare Geschmack. Kohlensäure entsteht und sorgt für die typische Spritzigkeit.
  • Nach etwa vier Wochen Reifung überprüfen die Braumeister, ob das Weißbier perfekt ist.
  • Perfekt heißt: spritzig-prickelnd auf der Zunge und harmonisch vollmundig im Geschmack. Erst dann geben sie es zur Auslieferung frei.
  • Übrigens: Auch das Weißbier, das für Gastwirtschaften in Fässern geliefert wird, reift direkt im Fass. Eigentlich muss es also „Gebindegärung“ heißen.

Wissenswertes rund um Weißbier

Weißbier oder Weizenbier?

Gleich vorneweg: Beides ist das gleiche! Weizenbier wird zu mindestens 50 Prozent aus Weizenmalz hergestellt, daher der Name (bei Bestellungen auch gerne zu „bitte ein Weizen“ verkürzt. Weizenbier wird die obergärige Spezialität überall genannt, außer in ihrer Heimat Bayern. Hier heißt sie Weißbier. Wirklich weiß ist tatsächlich nur der Schaum, ansonsten bezieht sich diese Bezeichnung auf die deutlich hellere, goldene Farbe von Weißbier in Unterscheidung zu den Jahrhunderte lang üblichen Braunbieren.

Typisch Weißbier

Farbe: Klassisches helles Weißbier liegt zwischen strahlendem Hellgelb bis bernsteinfarben-bräunlichen Tönen.

Geruch: Die weißbiertypische obergärige Hefe sorgt für ein charakteristisches Aromaprofil. Generell kommen fruchtig-estrige Noten zwischen Apfel, Johannisbeere und Banane vor. Häufig ist auch ein Hauch Gewürznelke, Eisbonbon oder Butter wahrzunehmen. Letzteres gilt bei anderen Biertypen als absoluter Fehler, ist bei Weißbier aber durchaus erwünscht. Grundsätzlich sollte Weißbier würzig und hefig-frisch riechen.

Geschmack: Malzaroma gibt dem Weißbier einen leicht süßlichen Geschmack. Ein Hauch Hopfenblume macht das Bier elegant. Je nach Stammwürzegehalt wirkt der Körper stärker, grundsätzlich ist Weißbier körperreicher als etwa Pils. Nach dem Schlucken bestimmt die nachklingende Bittere das Empfinden. Ideal ist eine feine, rasch abklingende Bittere.

Rezenz: Das Prickeln der Kohlensäure auf der Zunge. Weißbier sollte durch seinen erhöhten Kohlensäureanteil prickelnd-frisch wirken, mit feinen Perlen. Absolutes Qualitätskriterium!

Weißbiertradition

Die eigentliche Geschichte des Weißbieres, wie wir es heute kennen, begann vor rund 500 Jahren. Zur damaligen Zeit war Bier aus Weizen durchaus umstritten, denn dieses Getreide wurde vorrangig zum Brotbacken gebraucht. Ab 1567 war die Verwendung von Weizen zum Brauen im ganzen Herzogtum Bayern verboten.

Weißbiermonopol der Herzöge

Es gab nur eine Ausnahme: den Degenbergern im niederbayerischen Schwarzach war es durch ein Privileg des bayerischen Herzogs seit 1548 erlaubt, Weißbier zu brauen. Als der letzte Degenberger 1602 ohne Erbe starb, fiel dessen Weißbier-Braurecht an Herzog Maximilian zurück. Damit war dieser auf seinem eigenen Territorium konkurrenzlos, denn für alle anderen blieb Weißbierbrauen weiterhin tabu. Nach und nach entstanden überall im Land kurfürstliche Brauhäuser, in denen die Landesherren gegen Abgaben Weißbier brauen lassen durften. Mit diesem Weißbiermonopol verdienten die Wittelsbacher sehr viel Geld, mit dem sie ihren aufwendigen Staatshaushalt finanzierten.

Weißbier konnte auch im Sommer gebraut werden

Außerdem hatte das obergärige Weißbier einen praktischen Vorteil. Es verträgt höhere Außentemperaturen beim Brauen. Damit konnte es - anders als untergäriges Bier - auch im Sommer hergestellt werden. Erst als es Mitte des 18. Jahrhunderts gelang, durch neue Brautechniken die Qualität der Braunbiere zu verbessern, wurde das Weißbier „bürgerlich“. Neben den Adligen durften fortan alle Brauberechtigten im Land Weißbier brauen.

Weißbier heute

Bayern ist und bleibt die Weißbier-Hochburg. 90 Prozent des Weißbiers am deutschen Markt stammen aus dem Freistaat, rund 1.000 verschiedene Marken werden hier gebraut. Seit 1994 ist Weißbier die ausstoßstärkste bayerische Biersorte, aktuell liegt der Anteil bei 35 Prozent. Zum Vergleich: 1960 waren es lediglich knapp drei Prozent. Die Spezialität hat also eine erstaunliche Erfolgsgeschichte hingelegt, längst schätzt man diesen spritzigen Genuss auch jenseits des sogenannten „Weißwurstäquators“ in Deutschland wie auch im Ausland.

Reinheitsgebot

ERDINGER Weißbräu ist ein Verfechter des bayerischen Reinheitsgebots. Seit jeher brauen wir jedes ERDINGER Weißbier ausschließlich mit den rein natürlichen Zutaten Wasser, Weizen- und Gerstenmalz, Hopfen sowie Hefe – also streng nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

ERDINGER Weißbiere werden garantiert ohne Chemie, künstliche Farbstoffe und Aromen oder sonstige Zusätze hergestellt, dafür aber mit bayerischer Braukunst und in höchster Qualität.

Braukunst mit elementaren Rohstoffe

Es gibt eine ganze Reihe von historischen Brauverordnungen. Sie alle hatten immer auch den Schutz des Biertrinkers, des Verbrauchers im Sinn. Es sollten keine gesundheits-gefährdenden Zusätze beigemischt werden! Braukunst sollte sich auf ganz wenige elementare Rohstoffe beschränken.

Eines der ältesten historischen Gebote für die Herstellung von Bier ist die Biersatzordnung für das Herzogtum Bayern-Landshut von 1493. Hier steht geschrieben, dass zum Brauen nur Wasser, Hopfen und Malz verwendet werden darf. Die berühmteste Brauverordnung ist der Erlass von Wilhelm IV. aus dem Jahr 1516 für das ganze Herzogtum Bayern. Er verfügte: „Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten und Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen.“

Die mehrfach erwähnten drei Zutaten Wasser, Hopfen und Malz und die in die historischen Brauverordnungen nicht angeführte Hefe als vierte Zutat wurden zum ersten Mal 1906 gesetzlich für die Bierherstellung in Deutschland verankert. Bis heute können sich Freunde deutscher Biere auf die reinen Zutaten verlassen. Wenn Sie beim Kauf von Bier einfach auf das Gütesiegel „gebraut nach dem Reinheitsgebot“ achten, ist Ihnen reiner Biergenuss garantiert!

Der original Weißbierknigge

Die ideale Temperatur, Tipps zum Einschenken und warum Zitronenscheiben im Glas strikt tabu sind – Wissenswertes rund um den gepflegten Weißbiergenuss verrät unser Weißbier-Knigge.

Schanktechnik

Hier können Sie die wichtigen Informationen für ERDINGER Weißbier im offenen Ausschank herunterladen.